Beiträge

Von ‚intransparenten NGO-Geldflüssen‘ war im Zuge der Veröffentlichung des EU-Rechnungshofberichts in diversen Boulevardmedien die Rede. Diese verstehen jedoch ihre Bezugsquelle falsch: Im Bericht wird nicht auf Transparenzlücken von NGOs verwiesen, sondern die mangelhafte Dokumentation der Finanzierung dieser Organisationen durch die Europäische Komission kritisiert.

Um EU Fördergelder zu erhalten, müssen alle  Interessent_innen die herausfordernde Vielfalt an Richtlinien, Verwaltungsvorgaben und Fristen überblicken. Aus Sicht von Förderungsempfänger_innen gelten Projekte mit europäischen Fördergeldern vor allem in Bezug auf die Nachweis – und Belegpflichten definitiv aufwändiger als nationale Förderungen. Damit laufende Informationen und Berichterstattungen leicht und übersichtlich zugeordnet werden können, muss ein ‚EU-Login Konto‘ erstellt werden und jede mitwirkende Person/Organisation erhält einen 9-stelligen Identifikationscode. Damit soll auch die Sicherung der Nachhaltigkeit von Ergebnissen der Projekte möglich werden.

Für gemeinnützige Organisationen liegen also sehr diverse Richtlinien und Vorgaben bezüglich des Erhalts und der Dokumentation von EU Geldern vor. Seitens der Kommission scheint es, ausgehend vom Bericht des Rechnungshofs, deutliche Mängel hinsichtlich der Dokumentation der Geldvergabe zu geben. So entsteht der Eindruck, dass die Kommission selbst zu wenig über die eigene Verwendung der Gelder weiß. Die Kritik des Berichts trifft also klar das Vorgehen der Kommission, nicht die Finanzierung der NGOs per se.

Es ist demnach umso wichtiger, bei Kritik an NGOs und vermeintlichen Transparenzlücken klar zu differenzieren und Regelsysteme, die die Geldvergabe bestimmen, genauer zu prüfen. Gemeinnützige Organisationen sind oft auf EU Gelder angewiesen, leisten ihren Beitrag zur Dokumentation und Transparenz und ihre Arbeit darf durch solche falschen Anschuldigungen nicht diskreditiert werden.

Eine einmalige Chance für Gemeinden, gemeinnützige Einrichtungen und Vereine! Die bundesweite Beschäftigungsaktion 20.000 ermöglicht geförderte Jobs, mit einer Förderungshöhe bis zu 100 Prozent der Lohn- und Gehaltskosten bis 30. Juni 2019.

Über die Beschäftigungsaktion werden in den nächsten 2 Jahren insgesamt 20.000 zusätzliche neue Arbeitsplätze in Österreich geschaffen. Insbesondre richtet sich diese Beschäftigungsaktion an Personen über 50 Jahren, mit mindestens einem Jahr ohne Beschäftigung und Vormerkung beim AMS.

Zur Vorstellung der Möglichkeiten, die die Beschäftigungsaktion 20.000 bietet, sowie zu den Voraussetzungen und dem Prozedere lädt das AMS Steiermark Vereins- und Gemeindevertreter zu einer Info-Veranstaltung am 18. Oktober ein.

Präsentiert werden außerdem unterschiedliche Best-Practice-Beispiele aus den Modellregionen Deutschlandsberg und Voitsberg, wo die Aktion bereits erfolgreich angelaufen ist.

Wann:   

Mittwoch, 18. Oktober 2017

12:30 Uhr Come-together

13:30 Uhr Start der Info-Veranstaltung

Wo:       

Hotel Novapark,

8051 Graz, Fischeraustraße 22

Eine Anmeldung ist erforderlich!

Per Mail mailto:ams.servicelinestmk@ams.at oder

telefonisch bei der AMS Serviceline  0800/206 447

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Vertreter von Vereinen und Gemeinden.

Nach einer Pilotphase nimmt die Aktion 20.000 jetzt in Wien Fahrt auf. In den nächsten Tagen informiert das Arbeitsmarktservice Wien interessierte gemeinnützige Einrichtungen und Vereine über die Förderbedingungen.

In den nächsten 2 Jahren sollen in Österreich 20.000 neue Arbeitsplätze – 7.000 alleine in Wien – geschaffen und damit vor allem jene Personen erreicht werden, die derzeit nur schwer Arbeit finden: Langzeitarbeitslose Menschen über 50, die im Sozialbereich, im Kultur – oder im Freizeitsektor tätig sein möchten.

Wer wird gefördert?

Das Arbeitsmarktservice fördert gemeinnützige Einrichtungen und Vereine, die eine solche Person einstellen, mit bis zu 100 % der Lohn- und Lohnnebenkosten, wenn

  • der neu geschaffene Arbeitsplatz der Allgemeinheit zu Gute kommt,
  • zumindest kollektivvertraglich entlohnt ist und
  • damit ein Vollzeit- oder zumindest ein Teilzeitdienstverhältnis ab 30 Wochenstunden begründet wird.

Gemeinnützige Einrichtungen und Vereine mit Sitz in Wien sind eingeladen sich an das AMS Wien unter 01 / 87871 – 0 oder aktion20000.wien@ams.at zu wenden oder eine der Informationsveranstaltungen zu besuchen, die in der nächsten Zeit stattfinden werden. Interessent/innen aus den Bundesländern werden an ihre jeweils zuständige Landesgeschäftsstelle des AMS verwiesen.

Weitere Informationen zum Download: