Non-Profit Organisationen (NPO) erbringen nicht nur wertvolle Leistungen für die Gesellschaft. Sie sind auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor stellt das NPO-Kompetenzzentrum im Auftrag der IGO fest.

Der Nutzen der NPOs für die Gesellschaft wird meist unterschätzt.

  • NPOs leisten massive Beiträge für das Alltagsleben vieler Menschen, wie auch für die Wirtschaft.
  • Ein funktionierendes Vereinswesen sowie hohe Bürgerbeteiligung sind die Eckpfeiler einer starken Demokratie.
  • Untersuchungen zum Social Return on Investment (SROI) einzelner NPOs zeigen, dass ein investierter Euro in NPOs Wirkungen im Wert von bis zu 10,2 Euro bringt. SROI-Werte zwischen mind. 3,5 bis 4,5 sind der Normalfall.

NPOs haben bedeutende Beschäftigungswirkungen

  • Sie ermöglichen Beschäftigungswachstum:  Die Anzahl von Vertragsverhältnissen stieg zwischen 2000 und 2010 um ca. 39% (Anstieg insgesamt: 7%)
  • 2010 arbeiteten 5,2% aller in Erwerbstätigen in NPOs.
  • In Vollzeitäquivalenten waren im Jahr 2001 85.570 Beschäftigte in NPOs tätig.

NPOs bieten den Rahmen für Freiwilligenarbeit

  • 2006 waren 27,9% der ÖsterreicherInnen im Rahmen von NPOs freiwillig tätig.  Wöchentlich haben sie dabei fast 8 Mio. Stunden unbezahlte Arbeit geleistet.
  • Dies entspricht knapp 230.000 Vollzeitbeschäftigten bzw.  6% der unselbstständigen Erwerbstätigen.
  • Zu Durchschnittslöhnen bezahlt, würde dies 4.7 Mrd. Euro kosten.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Probleme sind Investitionen in NPOs bzw. Sozialorganisationen gesamtwirtschaftlich sinnvoll.

  • Sie sind ein Beschäftigungsmultiplikator: Die Nachfrage nach Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Wert von 1 Mio. Euro schafft 17 Arbeitsplätze. Die Sozialwirtschaft ist somit der Bereich mit der drittstärksten Beschäftigungswirkung. Zum Vergleich: Eine Investition von 1 Million Euro schafft im Energiebereich nur 3,8, im KFZ-Bereich 4,6 und im Bau 10, Arbeitsplätze.
  • Wertschöpfungsmultiplikator: Die Erhöhung der Nachfrage nach Dienstleistungen um 1 Mio. Euro löst eine  Wertschöpfung von 873.600 Euro aus. (= Wert, um den der Output den Input übersteigt)

Hier geht’s zum Download des vollständigen Berichts

Hier geht’s zur Kurzfassung (inkl. Aktivitäten von IGO-Mitgliedern)

Die IGO setzt gemeinsam mit anderen NPO Dachverbänden und der Kammer der Wirtschaftstreuhänder große Anstrengungen, um die Qualität und die Bekanntheit des Spendengütesiegels weiter zu steigern.

Im November 2011 jährte sich die Erstverleihung des Österreichischen Spendengütesiegels zum 10. Mal. Derzeit tragen rund 220 Organisationen das Spendengütesiegel (OSGS). Die meisten von ihnen sind auch spendenbegünstigt, d.h. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Die Anforderungen für das OSGS gehen aber über jene für die Absetzbarkeit weit hinaus.

Im Zuge der Evaluierung 2010 wurde etwa die Veröffentlichungspflicht der OSGS Organisationen auf ihre Gesamtumsätze, also Spenden, öffentliche Zuwendungen, Leistungserlöse und sonstige Einnahmen, erweitert.

Ende 2011 wurde vereinbart, dass vorübergehend nicht verwendete Spendenmittel unter den Grundsätzen Verfügbarkeit, Sicherheit, und angemessene Rendite zwischen zu veranlagen sind. Ergänzend zum Kooperationsvertrag und der Checkliste werden derzeit Empfehlungen bzgl. der Zuordnungsbestimmungen für die Verwaltung, Werbung, Projektbearbeitung und Bildungs-, Anwaltschafts-, und Informationsarbeit ausgearbeitet. Die Veröffentlichung wird voraussichtlich Mitte 2012 erfolgen.

Um die Bekanntheit des Spendengütesiegels weiter zu steigern, haben die NPO Dachverbände und die Kammer der Wirtschaftstreuhänder 2011 – unter der Federführung der IGO – eine Reihe von Maßnahmen gesetzt:

  • Der Internetauftritt des OSGS (www.osgs.at) wurde vollständig erneuert,
  • Das OSGS Logo wurde grafisch modernisiert,
  • ein Info-Folder zur Information von Spender/innen, Prüfer/innen und anderen interessierten Personen wurde produziert,
  • Inserate und Webbanner mit Barbara Stöckl und Barbara van Melle als prominente „Testimonials“ wurden hergestellt und verschiedenen Print- und Onlinemedien zur Gratisschaltung angeboten.
  • ein Downloadbereich auf www.osgs.at wurde eingerichtet, wo die OSGS Organisationen das neue Logo mit der individuellen Registriernummer und die diversen Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit herunterladen können.

Für 2012 sind weitere Maßnahmen geplant:

  • Schaltung von weiteren Gratisinseraten bei verschiedenen Print- und Onlinemedien
  • div. Medienaktivitäten / Veranstaltungen mit dem Ziel, dem OSGS noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen
  • div. Lobbyingaktivitäten bei Behörden, Medien (insbesondere ORF) und Regierung, mit dem Ziel den Wert des OSGS weiter zu heben.
  • Und schließlich sollen viele weitere Non-Profit-Organisationen für das OSGS gewonnen werden!